Vita

Johanna Richter

Ausbildung zur Bühnentänzerin an der Iwanson-Schule für zeitgenössischen Tanz in München; Anschließend Trainingsaufenthalte in NY und Weiterbildung u.a. bei Rui Horta, Wim Vandekeybus, Jean Yves Ginioux und anderen.

Nebenher Studium in Theater- und Tanzwissenschaft an der LMU München, mit Abschluss Magister (1992), Titel der Magisterarbeit: Das Problem der Choreographie nach literarischer Vorlage am Beispiel von Maurice Béjarts „Les Chaises” nach Eugène Ionesco.

Seit 1991 freischaffende Choreographin und Tänzerin für Bühne, Film und Fernsehen im In- und Ausland.

Wiederholt Einladung zu internationalen Choreographie-Wettbewerben, in Hannover 1991,1995, 1999, zuletzt Finalistin 2000, in Stuttgart „Solo Choreographie Wettbewerb” 2000, in Ludwigshafen „No ballet” 2004.

Einladung der Produktion „Meeting Point” zum 7. Theaterfestival in Sarajevo 2004 und Auszeichnung mit dem Preis für das innovativste Theaterkonzept.

Mehrmaliger Erhalt einer Produktionsförderung für abendfüllende Tanztheater durch das Kulturreferat der LH München, die in Co-Produktion mit der Schauburg und dem Residenztheater verwirklicht wurden (1999 „Acht Mal Einsam”; 2001 „Valse Triste”; 2003 „Meeting Point”; 2005 „U Turn”).

2007 Eigenfinanzierung der Produktion „so far so close” im Schwere Reiter München, mit Gastspielen in Tirschenreuth und an der Schauburg München.

Seit 2012 Choreographer in Residence an der Schauburg:

„intimate stranger”, mit der Uraufführung Februar 2012 spielte über fünf Jahre über 60 mal fest im Spielplan. Die Produktion wurde eingeladen zum internationalen Festival DANCE München, zum Tanzherbst Kempten, zum multikulturellen Festival „Made in Germany” in Stuttgart und zum „KUSS” Festival in Marburg. Die Produktion wurde mehrfach mit Kritiker- und Publikumspreisen ausgezeichnet und hatte weitere Gastspiele im Theaterhaus Stuttgart, dem Theater Pfütze in Nürnberg und dem CUBE in Marnach Luxenbourg.

„secret garden”, mit der Uraufführung März 2012 lief ebenfalls über zwei Spielzeiten und über 30 Mal an der Schauburg.

„For you my love!” , mit der Uraufführung Februar 2016 kam als dritte feste Produktion in Folge an die Schauburg und spielte bis zum Intendantenwechsel zwei Spielzeiten und 30 Vorstellungen.

Durch die langjährige Arbeit mit Schauspielern, entwickelte sich ein choreographischer Stil, in dem weniger das abstrakte Bewegungsmaterial im Vordergrund steht, als vielmehr die Suche nach der Übersetzung menschlicher Geschichten in das Bewegungsrepertoire des Körpers. Wesentlich wird der Ort, der Zusammenklang mit anderen darstellenden Künsten (Schauspiel, Tanz) , die tänzerische, wie spielerische Persönlichkeit mit ihren speziellen Charakteristiken und der größere Erzählbogen, der im abendfüllenden Tanztheater seinen Ausdruck findet.

Die kontinuierliche Präsenz der Produktionen seit 2012 an einem festen Haus, der Schauburg, ließ über die Jahre ein großes Publikum für die Company heranwachsen, das vor allem sehr vielfältig ist und die Pluralität der globalen Gesellschaft wieder spiegelt.


Außerdem:

Seit 1998 Mitglied des Vereins Münchner Choreographen Tanztendenz München e.V.

Seit 1992 fester Lehrauftrag an der Otto-Falckenberg-Schule für Schauspiel in München im Fach Bewegung mit Schwerpunkt Tanz (zeitgenössisch, modern, historisch, Improvisation).

Ist regelmäßig Gast für Workshops zum Thema „Höfische Tänze” , „Partner Improvisation” oder „Physischer Ausdruck einer dramatischen Figur” an der bayerischen Theaterakademie, der ZHDK Zürich, der Schule für Schauspiel Hamburg und dem Konservatorium Wien.

Seit 1998 vielfache choreographische Arbeiten an den Münchner Kammerspielen, der Schauburg, dem Akademietheater, dem Metropoltheater, dem Staatstheater Nürnberg, dem Bayerischen Staatsschauspiel/Residenztheater, dem Akademietheater, dem Theater Augsburg, den Sophiensaelen Berlin und dem LTT Tübingen.

Seit 2009 künstlerische Patenschaft unter dem Titel „Helden-Projekt” zu SchülerInnen mit Migrationshintergrund in Zusammenarbeit mit dem Verein „mitSprache e.V” und in Co-Produktion mit der Schauburg. Im sogenannten „Helden-Projekt” entstanden jährliche Tanztheaterproduktionen mit SchülerInnen aus Übergangsklassen. 2010 „Helden” (Preis beim Wettbewerb: „Kinder-zum-Olymp” 2010); 2011 „Heldenträume”; 2012 als dritter Teil der Trilogie „Heldentaten” (Preis beim Wettbewerb „Kinder -zum -Olymp” 2012); 2013 „Zwei Jahre Ferien”; 2014 „Eine Klasse für sich”; 2015 „Von jetzt an!”; 2016 „Erinnerungen an die Zukunft”; 2017 „Wir sind hier!”